Schicke Smartphone-Folien von dbrand im Test

Alle Smartphones haben eines gemeinsam: Sie haben eine langweilige Rückseite, zumeist aus Plastik oder Aluminium, die irgendwann einfach langweilig wird. Hier kommt dbrand ins Spiel, die Kanadier bieten Klebefolien für viele Smartphones, Tablets und co. an. Wir haben sie getestet.

Als ich den Hersteller nach Testsamples der Folien gefragt habe, kam im ersten Moment eine etwas verstörende Nachricht, war sie doch mit a robot unterschrieben. Allerdings sitzen trotzdem auf der anderen Seite (der Welt) keine Roboter, sondern Menschen, die mir dann gleich auch drei unterschiedliche Folien für das OnePlus One auf den Weg gebracht haben. Nach etwa einer Woche bekam ich dann Post aus Kanada, in dem normalen Briefumschlag befanden sich alle drei Folien, gut eingepackt in einer Plastik-Schutzhülle.

Angebot

dbrand hat viele verschiedene Folien auf Lager, womöglich so viele, das sie diese erst auf Anfrage fertigen. Auf der Website wählt man als erstes das eigene Gerät aus, für welches man die Folie haben möchte. Zwar ist nicht jedes Phone gelistet, doch die populärsten sind dabei. Zuletzt habe ich 39 verschiedene Geräte gezählt.

Titanium Metal

Titanium Metal

Auch für Tablets, Pebbles, PlayStation/Xbox und sogar MacBooks lassen sich Folien bestellen, hier ist die Gerätezahl aber doch etwas kleiner.

Hat man sich dann für ein Gerät entschieden, lassen sich je nach Gerät unterschiedliche abzudeckende Teile auswählen. Für mein OnePlus One könnte ich (unterschiedliche) Folien für die Rückseite, das Logo auf der Rückseite, den Kamerabereich auf der Rückseite und die Frontpartie bestellen.

Als letztes wählt man nun das Material der Folie aus. Dabei unterscheiden sich die Folien nicht nur in der Farbe, sondern auch in der Textur. Meine titanium metal-Folie hat tatsächlich eine leichte Struktur ähnlich gebürstetem Aluminum. Und auch die black carbon-Folie fühlt sich genauso an, wie sie aussieht. Die dritte Folie, welche ich bekommen habe, sieht auf jeden Fall gut aus. Leider fühlt sich mahagoni aber nicht wirklich nach Holz an, sondern ist eigentlich nur eine glatte Oberfläche. Ob sich die Leder-Folien auch nach Leder anfühlen konnte ich mangels Testsample leider nicht testen.

Die Rückseite meines OPOs lässt sich für 8,95$ verschönern, fürs MacBook würde die Folie 21,95$ kosten.

Carbon

Carbon

Montage

Praktischerweise hat dbrand zu allen unterstützten Geräten jeweils eine Montageanleitung auf YouTube gestellt. Dies macht die Montage deutlich einfacher, man kann jeden Schritt Stück für Stück mitmachen. Das Video für das OnePlus One findest du beispielsweise hier.

Für die Montage selbst wird nur ein Fön benötigt, da die Folie an den Seiten erwärmt werden muss. Der Rest kann mit den Händen und Fingernägeln erledigt werden.

Das Aufbringen der Folie hätte nicht einfacher sein können. Insgesamt hat der ganz Prozess bei mir etwa drei Minuten gedauert, die Folie saß beim ersten mal auf den Millimeter genau, ließ sich problemlos andrücken und passte auch (nach dem Föneinsatz) in den Ecken perfekt. Anschließend noch kurz einmal mit dem Fingernagel über alle Kanten fahren, um die letzten scharfen Stellen zu beseitigen, schon sitzt die Folie perfekt.

Inzwischen hat sich leider die Abdeckung der Kamera schon halb verabschiedet, hier war die Folie aber auch teilweise extrem schmal. Die große Folie hält weiterhin bombenfest, und das obwohl die Rückseite des OPO nicht ganz glatt, sondern rau ist.

Vergleich OnePlus One und dbrand

Der dbrand-Skin im Vergleich zur Original-Rückseite der OnePlus-Geräte

Meinung

Über den Sinn des Einsatzes der Folie lässt sich natürlich streiten. Sie bietet längst nicht so viel Schutz wie ein Bumper oder ein Ledercase - sieht dafür aber verdammt schick aus. Die Frage bleibt dann natürlich: Brauche ich wirklich einen Bumper weil mir das Smartphone allein in der morgendlichen U-Bahn-Fahrt schon drei mal aus der Hand rutscht? In diesem Falle würde ich vermutlich ja sagen. Mir persönlich ist allerdings noch nie ein Smartphone herunter gefallen, deswegen nutze ich auch keine Bumper.

Was mir allerdings sehr schnell passiert sind Kratzer an einem Smartphone, mein iPhone sieht von Hinten aus als wäre ich zweimal mit der Motorsäge darüber gegangen. Hier hilft eine Folie von dbrand auf jeden Fall, stellt quasi eine weitere Schutzschicht dar und macht das Gerät dabei auch nicht wirklich dicker.

Da ich nur ein OnePlus One habe, mir aber drei Folien zur Verfügung gestellt wurden, habe ich eine an meine Kommilitonin Isabel abgegeben. Hier ist noch ihre Meinung zu der Folie:

Auf meinem One klebt das Skin in der Variante mahagony, eine dunkle Holzmaserung mit kleinen Kerben, um den Holz-Effekt echter wirken zu lassen. Ich muss sagen, so lange man das Handy aus gewisser Entfernung betrachtet, sieht es ganz schön echt aus. Wenn man genauer hinsieht natürlich nicht mehr, und auch das Gefühl ist weit von echtem Holz entfernt.

Das Anbringen des Skins war einfach, es saß gleich beim ersten Mal richtig. Anders als beim Flo haben sich bei mir allerdings manche Wellen an den Kanten trotz Föhnen anfangs nicht richtig gelegt. Jetzt habe ich das Skin schon ein paar Monate drauf und alles liegt flach an!

Da mein Handy in Robusthaltung lebt sind inzwischen auch im Skin der eine oder andere Kratzer zu finden, das stört aber eigentlich nicht. Mein einziges Manko ist, dass an den Kanten der cut-outs fürs Logo und für die Kamera schnell staub festklebt, der sich schwer entfernen lässt. Aber das ist schon jammern auf hohem Niveau.

Im alltäglichen Gebrauch mag ich es sonst sehr gerne. Es gibt dem Handy den gewissen Touch, ohne dass man eine dicke Hülle draufgeben muss. Apropos Hülle: Für meine sportlichen Aktivitäten stecke ich mein One immer in ein Diztronic Case, sollte es doch einmal auf den Boden fallen, und auch das geht trotz Skin problemlos.

Fazit

Letztendlich dürfte man mit den Folien nicht allzu viel falsch machen, solange man nicht auf einen Bumper angewiesen ist. Langweilige 08/15-Rückseiten verschönern die Folien allemal und sind dabei auch auf jeden Fall noch erschwinglich.

Facebook Twitter Google+ WhatsApp

Dieses Produkt wurde uns als Testmuster zur Verfügung gestellt.

In diesem Artikel sind Affiliate-Links vorhanden.

von Florian Schmidt

Gründer von Netzleben. Studiert IT System Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Kauft viel zu viel Technik online ein. Liebt Kekse.

Hinterlasse einen Kommentar

Kommentare

Sebastian

Sieht doch klasse aus. Folien die ich kenne oder mal genutzt hab sahen auch danach aus. Auf dem Vergleichsfoto oben musste ich erstmal den Text dazu lesen, was genau die Folie ist ;-)

Hierauf antworten

schmidtflo

Ja, die OnePlus-Geräte haben ja allgemein schon eine gute und “etwas andere” Oberfläche. Aber es gibt ja auch Smartphones mit langweiligen Plastikoberflächen, da ist es auf jeden Fall eine Verbesserung.
Und ich finde auch schick, dass man damit sein MacBook zB. auf Carbon-Optik trimmen kann.

Hierauf antworten