Netzneutralität? Tötet!

Mal ein bisschen Politik hier: Schon seit längerem gibt es eine Debatte über Netzneutralität in Deutschland und Europa. Während Barack Obama in den USA die Netzneutralität gesetzlich festschreiben ließ, steht dies in der EU noch zur Debatte.

Netzneutralität bedeutet, dass im Internet sämtliche Daten gleichberechtigt übertragen werden, also keine "Überholspuren" für bestimmte Dienste oder Anbieter geschaffen werden. Wikipedia erklärt das aber wohl besser. Gegner der Netzneutralität, unter anderem auch Angela Merkel, argumentieren dabei mit sehr seltsamen Argumenten gegen sie: Man bräuchte gesicherte Geschwindigkeiten für Dienste im medizinischen Bereich und für selbstfahrende Autos. Ein langsames Netz würde töten.

Das ist natürlich absoluter Unsinn. Für medizinische Dienste (zB. Liveübertragungen von Krankenhaus zu Krankenhaus oder Übertragen von Patientendaten) gibt es entweder Standleitungen mit gesicherter Kapazität oder das aktuelle Netz ist bereits schnell genug. Noch kruder wird es bei den selbstfahrenden Autos. Nicht nur, dass BMW selbst sagt, diese könnten völlig ohne Internet unterwegs sein, wenn sie auf Internet angewiesen wären würden sie ja auch im nächsten Tunnel stehen bleiben.

Worauf ich eigentlich hinaus will: Alexander Lehmann hat die Argumente sehr schön in seinem neuen Video veranschaulicht. Hab ich oben direkt eingebunden.

Der Videomacher hat auch schon andere, sehenswerte Beiträge zu aktuellen politischen Themen gemacht. Wer sie noch nicht kennt: Wir lieben Überwachung oder Du bist Terrorist! (Übrigens wieder hochaktuell zum Thema Vorratsdatenspeicherung) sind einige davon.

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von Florian Schmidt

Gründer von Netzleben. Studiert IT System Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Kauft viel zu viel Technik online ein. Liebt Kekse.

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