Netgear Click-Switch im Test

Switche gibt es wie Sand am Meer, in den verschiedensten Ausführungen. Sie alle unterscheiden sich aber dennoch recht wenig voneinander. Aus der Masse heraus sticht die Click-Switch-Serie von Netgear, deren 8-Port-Derivat wir getestet haben.

Switche gibt es wie Sand am Meer, in den verschiedensten Ausführungen. Sie alle unterscheiden sich aber dennoch recht wenig voneinander. Aus der Masse heraus sticht die Click-Switch-Serie von Netgear, deren 8-Port-Derivat wir getestet haben.

Wofür ein Switch?

Ein Switch ist immer dann nötig, wenn mehrere Netzwerkgeräte über LAN-Kabel zusammen geschlossen werden sollen. Der normale Heimnutzer verwendet meist seinen im Router integrierten Switch, für diesen Anwendungsfall völlig ausreichend. Außerdem können weitere Geräte ja problemlos per WLAN angeschlossen werden. Dennoch braucht es sowohl im heim- als auch im (semi)professionellen Bereich häufiger Switche, um mehrere Geräte zu verbinden. Während im Heimbereich das Maximum bei 16 Ports liegt, können in Datenzentren schon mal mehrere Hundert Ports zusammen kommen. Der Netgear-Switch eignet sich für beide Bereiche, wie genau, dazu komme ich später noch.

Äußeres

Der Switch sieht ziemlich schlicht aus, ist gut verarbeitet und liegt ebenso gut in der Hand.

An der langen, schmalen Seite befinden sich die 8 Netzwerkports, an jedem befinden sich noch zwei Status-LEDs, welche die Verbindungsgeschwindigkeit signalisieren. Daneben sind zwei USB-Ports angebracht. Eine nette Idee von Netgear, hiermit lassen sich Geräte einfach aufladen oder Betreiben. Insgesamt liefern die Ports maximal 15 Watt, also 3 Ampere bei 5 Volt. Dementsprechend hoch liegt auch der Energieverbrauch, maximal sind hier 20,1 Watt spezifiziert.

Im Test hat er im Leerlauf 1,2 Watt verbraucht, bei drei angeschlossenen Geräten 1,9 Watt. Ein ausgesprochen guter Wert. Zum Vergleich: Mein aktuell eingesetzter Switch, ebenfalls 8-Port von D-Link, verbraucht etwas mehr. Wenn das OnePlus One geladen wird schnellt die Verbrauchsanzeige natürlich in die Höhe, ich habe hier 13 Watt gemessen.

An einer Ecke befindet sich der Stromanschluss, diesen hat Netgear praktischerweise abnehmbar gestaltet, es liegen auch zwei unterschiedliche Kabel für den Anschluss bereit (EU-Norm und Schweizer Norm). Daneben liegt direkt der Kensington-Lock, um den Switch auch gegen Diebstahl sichern zu können. Auf der Hinterseite gibt es dann noch einen kleinen Knopf, um das Gerät in den Werkszustand zurück zu setzen.

Click-Funktionalität

Eine Besonderheit hat der Switch, dank derer er auch seinen Namen hat. Die Befestigung an der Wand erfolgt nämlich nicht wie bei den meisten Geräten gar nicht oder mit zwei Laschen und dann in eine Schraube einhängen. Netgear liefert eine kleine Schiene mit, welche ganz simpel an der Wand (oder an den Tisch, Kabelkanal, ...) befestigt werden kann. Wenn diese sitzt, kann nun der Switch mit einem Handgriff eingehakt werden. Dabei macht es leicht "Click", daher auch der Name. Der Vorteil daran ist, dass man in Ruhe alle Kabel anstecken kann und den Switch dann erst an die Wand klickt. Bei normalen Switches ist dies nur recht umständlich möglich.

Ebenso einfach kann der Switch wieder ausgehakt werden, an der Schiene guckt ein grauer Pömpel heraus, welcher zum aushaken einfach nur einmal geschoben werden muss. Super einfach.

Der Switch kann entweder parallel oder im rechten Winkel zur Schiene eingeklickt werden. Vorteil dabei: Die Kabel können auch senkrecht zur Wand herausgeführt werden.

Man merkt: Der größte Vorteil an diesem Switch ist eben das Click-Feature. Dafür kann man auch ruhig etwas mehr als für normale Switche ausgeben.

Software

Da der Switch auch auf etwas professionellere Nutzer abzielt, hat er eine eigene Management-Oberfläche. Der Switch zieht sich vom DHCP-Server eine eigene IP-Adresse und ist dann unter dieser erreichbar. Anschließend kann man sich dann im Browser einloggen, das Interface ist dabei Passwort-gesichert.

Neben allgemeinen Statusinformationen lassen sich auch die Anschlusszustände der einzelnen Ports ablesen bzw. auch die Geschwindigkeit begrenzen. Falls sich jemand an den Status-LEDs stören sollte: Die lassen sich ebenfalls in der Weboberfläche abschalten.

Für anspruchsvolle Anwender ist es ebenfalls möglich, VLANs einzurichten. Das läuft entweder Portbasiert oder über den 802.1Q-Standard und ist im Webinterface sehr einfach konfigurierbar. Last but not least kann auch noch QoS aktiviert werden.

Fazit

Diesen Switch kann ich jedem empfehlen, der entweder flexibel in seiner Verkabelung sein möchte oder VLANs im eigenen Netz nutzen will. Besonders die Click-Funktionalität hat mir im Test gut gefallen, als weiteren Bonus gibt es die beiden USB-Anschlüsse, um Geräte mit Strom zu versorgen.

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Dieses Produkt wurde uns als Testmuster zur Verfügung gestellt.

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von Florian Schmidt

Gründer von Netzleben. Studiert IT System Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Kauft viel zu viel Technik online ein. Liebt Kekse.

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