Mehr Speicher für das Smartphone: SanDisk Ultra Dual Drive und iXpand im Test

Speicher für das eigene Smartphone ist meist knapp: Im schlimmsten Falle besitzt das Smartphone von Haus aus nur wenig Speicher und lässt sich auch nicht mittels microSD erweitern, aber auch sonst läuft der interne Speicher meist schnell voll, sei es durch Spiele, Apps, Fotos, Videos oder Musik. SanDisk hat aber auch für Smartphones ohne Kartenslot Speichererweiterungen im Angebot, wir haben sowohl das Dual Drive (micro-USB und Type C), als auch den iXpand getestet.

Wofür mehr Speicher?

Leider werden heutzutage immernoch Smartphones mit nur 16 oder sogar 8 Gigabyte internem Speicher verkauft. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Der Speicher ist in kürzester Zeit voll und das Gerät wird unbenutztbar. Selbst Apple hat bis zum letzten Jahr die iPhones mit nur 16GB Speicher verkauft, beim iPhone 7 sind sie endlich auf 32GB als Mindestspeichermenge gewechselt.

Natürlich ist eine Erweiterung mittels Speicherkarte immer am sinnvollsten: Die sind inzwischen richtig günstig geworden, außerdem können sie dauerhaft im Smartphone verbleiben. Aber nicht alle Smartphones lassen sich mit einer Speicherkarte erweitern. Außerdem ist und bleibt es nervig große Mengen an Daten vom oder zum Smartphone zu kopieren.

An letztere Gruppe richten sich die hier vorgestellten USB-Sticks von SanDisk: Sie haben allesamt einen Anschluss für das Smartphone auf der einen Seite, auf der anderen gibt es einen regulären USB 3.0-Anschluss für den PC. Es handelt sich dabei um die Ultra Dual USB-Sticks, welche auf der einen Seite einen regulären USB 3.0-Anschluss haben, auf der zweiten Seite gibt es einen microUSB bzw. USB Type C-Anschluss. Da aber auch iOS nicht zu kurz kommen soll bietet Sandisk dafür den iXpand an. Wir haben alle drei Sticks getestet und auch miteinander verglichen. Da sie vieles gemeinsam haben stelle ich die Unterschiede auch nur kurz dar.

Ultra Dual microUSB

Der Ultra Dual microUSB ist ein kleiner und recht unscheinbarer Stick. Er ist nicht sofort als Dual-Stick erkennbar, da einer der Anschlüsse dank eines schlauen Schiebemechanismus immer versteckt ist.

Die Verarbeitung ist okay, der Stick besteht aber komplett aus Plastik. Wofür allerdings der silberfarbene Ring ist, kann ich nicht wirklich sagen, er stört eher ein klein wenig. Größter Nachteil des Sticks: Der Schiebemechanismus rastet leider nicht richtig ein, sodass beim Einstecken in enge USB-Buchsen der Stecker sich gerne auch mal selbst "einfährt", man muss dann den kleinen Gnubbel schon ordentlich festhalten, damit das nicht passiert.

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Ultra Dual USB Type C

Beim neuen Type-C Dual Drive wurde der Stick an einer Stelle im Vergleich zum "Vorgänger" verbessert: Die USB-Anschlüsse rasten endlich vernünftig ein, sodass sie sich beim Einstecken nicht wieder in den Stick hinein schieben. Das sieht man auch recht deutlich am Schiebemechanismus: Ist er an einer Position eingerastet, guckt die Kappe deutlich hervor, sodass man sie erst eindrücken muss, bis die Anschlüsse wieder verschiebbar sind.

Der Stick ist etwas länger als der Vorgänger, hat dafür aber nicht mehr diesen Metallring, er sieht eher aus wie ein klassischer USB-Stick. An der Verarbeitung gibt es nicht viel auszusetzen, er ist zwar aus Plastik, aber dennoch stabil. Dank Type-C-Anschluss lässt er sich auf Smartphone-Seite verdrehsicher einstecken, was sehr angenehm in der Benutzung ist.

Genauso wie die microUSB-Variante ist der Stick "dumm", also ein reiner Massenspeicher. Vom Honor 8 wird er aber dennoch sofort erkannt, das Kopieren von Fotos oder Videos klappt absolut problemlos. Ein anderer Vorteil des Sticks ist, dass man ihn auch ohne Adapter an den neuen MacBook bzw. anderen Laptops nur mit Type C Anschluss wie einen normalen Stick nutzen kann.

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iXpand

Der iXpand unterscheidet sich doch deutlich von den beiden vorher gezeigten Sticks. Nicht nur dass er dank Lightning-Anschluss kompatibel zu den Äpfeln der Technikwelt ist, auch der Formatfaktor ist anders. Zu guter Letzt gibt es für den Stick auch eine eigene Software (für iOS), ohne die er dort nicht läuft. Aber der Reihe nach.

Der Stick ist als Bogen geformt, sodass er direkt an der Rückseite des iPhones anliegt (und dort auch nur wenig stört). Die Biegung ist dabei leicht flexibel, sodass er sich bei Nichtgebrauch quasi komplett einklappen lässt, allerdings ist er nicht nach außen verbiegbar. Zwar lässt er sich dank Lightning-Anschluss beidseitig einstecken, allerdings macht der Stick natürlich wenig Spaß, wenn er den Home-Button verdeckt...

Das Ende ist quasi direkt der reguläre USB 3.0-Anschluss, welcher so dann auch in PC (Aber nicht direkt ins MacBook ;-)) gesteckt werden kann. Leider gibt es keinen Schutz wie bei den vorherigen Sticks, die Stabilität sollte aber ausreichen.

Da man auf iOS-Geräten bekanntlich nicht direkt aufs Dateisystem zugreifen kann, ist zur Benutzung eine eigene App notwendig, welche sich aber beim ersten Einstecken direkt schnell installieren lässt. Mit der App lassen sich dann die eigenen Fotos, Videos und andere Dateien vom iPhone auf den Stick kopieren - und natürlich auch anders herum.

Der Menüpunkt "Dateien kopieren" ist primär dazu gedacht, Fotos oder andere Dateien - wie der Name schon sagt - zum oder vom Stick zu kopieren. Ebenfalls intuitiv lassen sich unter "Dateien anzeigen" ebendiese auf dem Stick oder dem iPhone liegenden Dateien anzeigen, was besonders praktisch ist, wenn man zum Beispiel seine Filmsammlung auf dem Stick mitschleppt, lassen sich auch mkv-Dateien problemlos abspielen. Leider braucht die App recht lange, um eine recht gut gefüllte Fotobibliothek zu laden. Ebenso lassen sich die Fotos aus diesem Menüpunkt nicht direkt auf den Stick (bzw. umgekehrt) kopieren.

Im dritten Menüpunkt gibt es dann die Option, die eigenen Daten vom iPhone zu sichern, konkret die eigene Fotobibliothek, Fotos von sozialen Netzwerken sowie die eigenen Kontakte. Erstere lässt sich auch automatisiert sichern, sobald der Stick angeschlossen ist.

Besonders cooles Feature: Es gibt auch die Möglichkeit direkt aus der App heraus Fotos und Videos aufzunehmen und an der Geräte-Gallerie vorbei direkt auf dem Stick zu speichern - besonders praktisch, wenn der Speicherplatz im Urlaub mal knapp wird oder man ein längeres Video aufnehmen und direkt am PC bearbeiten will.

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Geschwindigkeit

Ein guter Stick steht und fällt natürlich mit der Geschwindigkeit, die er bietet. Wir haben dazu alle drei Sticks getestet, iXpand und microUSB-Stick mit 32GB Speicherplatz, den USB-Type-C-Stick mit 64GB Speicherplatz. Als Testumgebung nutzen wir auf der einen Seite meinen lokalen PC mit USB 3.0 und Windows 10 und den CrystalDiskMark Speedtest. Für die andere Seite kommen das OnePlus One, Honor 8 und iPhone 6 zum Einsatz, wobei wir hier einfach die Testzeit messen, die das Lesen und Schreiben einer 1GB großen Videodatei braucht.

Auf PC-Seite ist der microUSB-Stick am langsamsten. Während die sequenzielle Leserate bei rund 42MB/s liegt, schreibt er mit rund 28MB/s. Bei zufälligen Zugriffen ist er deutlich langsamer, hier liegt die Leserate bei 5MB/s, Schreiben tut er mit 2,7MB/s. Der Type-C-Stick ist beim sequenziellen Zugriff (also zB Kopieren großer Dateien) von allen drei Sticks der Schnellste, er schafft 147MB/s Leserate und 48MB/s Schreibrate. Interessanterweise ist er bei zufälligen Zugriffen allerdings am langsamsten, hier bietet er nur 4,7MB/s Leserate sowie 2,4MB/s Schreibrate. Der iXpand ist hingegen bei zufälligen Zugriffen am schnellsten (7,6MB/s Lesen, 3,1MB/s Schreiben), beim sequenziellen Zugriff aber doch noch deutlich langsamer als der Type-C-Stick (90MB/s Lesen, 49MB/s Schreiben).

Das Kopieren vom Stick zum iPhone benötigt rund 46 Sekunden. Der Type-C-Stick benötigt 34 Sekunden, das microUSB-Pendant braucht 2 Sekunden weniger. Die Schreibrate vom iPhone zum Stick konnte ich leider nicht testen, da das eben auf das iPhone kopierte Video nicht mehr auffindbar war. Zum Schreiben auf den Stick benötigte das Honor 8 (USB-Type-C) 32 Sekunden, das OnePlus One (microUSB) benötigt für die gleiche Datei ebenfalls 32 Sekunden.

Fazit

Die Sticks sind intelligente Lösungen, damit auch das eigene Smartphone in den Genuss eines USB-Sticks (ohne Adapterkabel) kommen kann. Besonders die microUSB/Type-C-Sticks kann ich empfehlen, sie bieten zu einem guten Preis viel Speicher und können so dem Smartphone flugs mal ein paar Bilder abnehmen, damit es nicht mehr bis auf den letzten Bit gefüllt ist.

Der iXpand kommt zwar sogar mit einer eigenen App und funktioniert ebenso gut wie seine Geschwister (natürlich mit einigen iOS-bedingten Einschränkungen), hier finde ich allerdings den aktuell aufgerufenen Preis definitiv zu hoch gegriffen.

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Dieses Produkt wurde uns als Testmuster zur Verfügung gestellt.

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von Florian Schmidt

Gründer von Netzleben. Studiert IT System Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Kauft viel zu viel Technik online ein. Liebt Kekse.

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