LG G Pad 8.0 im Test

Auf dem Android-Tablet-Markt gibt es unglaublich viele Geräte. Auch LG möchte ein Stück vom Kuchen ab haben, deren aktuellstes Gerät LG G Pad 8.0 mischt zwar eher am unteren Ende der Preisskala mit, ist aber dennoch gut ausgestattet. Wir haben uns den 8-Zöller mal genauer angesehen.

Auf dem Android-Tablet-Markt gibt es unglaublich viele Geräte. Auch LG möchte ein Stück vom Kuchen ab haben, deren aktuellstes Gerät LG G Pad 8.0 mischt zwar eher am unteren Ende der Preisskala mit, ist aber dennoch gut ausgestattet. Wir haben uns den 8-Zöller mal genauer angesehen.

Äußerlichkeit

Was als erstes auffällt: Das Gehäuse ist stark plastiklastig. Das gesamte Tablet befindet sich in einem Kunststoffunibody, aus welchem es sich auch nicht herausnehmen lässt. Diese Hülle sorgt auf der anderen Seite aber für ein angenehmes Gefühl in den Händen. Der Rahmen auf der Vorderseite ist sehr schmal, es wird also nicht viel Platz verschwendet. Dafür ist das Gerät mit fast einem Zentimeter relativ dick.

Leider ist die Verarbeitung hier nicht ganz so gut, es hört sich beim Klopfen auf die Rückseite ziemlich hohl an. Außerdem gibt es Probleme beim Display, sobald man leicht Druck auf das Gerät ausübt.

Der USB-Port ist mittig auf der Unterseite, der Audioanschluss ist auf der Oberseite. Daneben befindet sich der MicroSD-Slot und noch ein Stückchen weiter die Infrarot-Lampe. Rechts befindet sich der Powerbutton (leider relativ weit oben angeordnet), darunter die Lautstärkewippe.

Die Kamera ist relativ zentral auf der Rückseite angeordnet, ihr fehlt ein Blitz. Unten Links auf der Rückseite befindet sich der Lautsprecher. Hier passiert es leider sehr schnell, dass dieser mit der Hand abgedeckt wird und der Speaker nur noch sehr dumpf klingt. Auch wenn das Tablet flach auf dem Tisch liegt, treten solche Probleme auf.

Display

Das Display das LG Pad 8.0 ist ein LCD-Screen mit der Auflösung von 1280x800 Pixel. Da das Pad ein IPS-Display hat, ist die Blickwinkelstabilität sehr gut. Das Display spiegelt zwar sehr stark (und zieht Fingerabdrücke an), lässt sich dank der extrem hohen Helligkeit in der prallen Sonne immer noch gut ablesen.

Die Auflösung ist zwar im Vergleich zu anderen Tablets im 8"-Bereich relativ gering, die 189 PPI (Pixel pro Zoll) befinden sich aber noch im Rahmen des Erträglichen.

Unter der Haube

Unter der Haube werkelt ein Snapdragon 400 Quadcore mit 1,7 GHz und sorgt damit für einen flüssigen Betrieb. Um die Grafikausgabe kümmert sich der integrierte Adreno 305.

Das System wird begleitet von einem Gigabyte Arbeitsspeicher. Hier hätte LG ruhig das Doppelte einbauen können, braucht man schließlich immer für besseres Multitasking.

Der Speicher ist mit 16 Gigabyte auch relativ knapp bemessen, lässt sich aber zum Glück per MicroSD um bis zu 64 Gigabyte erweitern.

Der Akku hat eine Kapazität von 4200 mAh. Im Test gefiel uns die Standbyzeit sehr gut, nach etwa einer Woche ohne Nutzung waren nur etwa 20% verloren. Im Betrieb befindet sich das Tablet im mittleren Bereich, das Display zieht natürlich sehr viel Strom.

Konnektivität

Da das LG G Pad 8.0 sich eher im unteren Preisbereich ansiedelt, fehlt ihm ein LTE-Modul. Es gibt allerdings auch eine Variante mit Mobilfunk, diese kostet mit 100€ Aufpreis aber deutlich mehr.

Weiterhin gibt es natürlich ein WiFi-Modul, welches aber nicht den AC-Standard unterstützt. Außerdem sind natürlich Bluetooth und GPS mit dabei.

Als kleine Besonderheit dürfte der Infrarotsender gelten. Im Betrieb zusammen mit der mitgelieferten App hat die Steuerung unserer (Toshiba-)Fernseher auch perfekt funktioniert. Leider bietet die App aber nur Voreinstellungen für Fernseher und BluRay-Player, weder unsere Denon-Anlage in der Küche noch den Yamaha-Reciver im Wohnzimmer funktionierten mit der App.

Kamera

Die Kamera taugt, wie bei den meisten Tablets der Preisklasse, höchstens für Schnappschüsse. Die rückseitige Kamera hat eine Auflösung von 5 Megapixel, leider fehlt der Blitz. Auf der Frontseite gibt es 1,3 MP, taugt aber nicht wirklich für Selfies.

lg-g-pad-8-0-beispielbild

Beispielbild mit der rückseitigen Kamera gemacht

Software

Auf dem Gerät vorinstalliert ist Android in veralteten Version 4.4.4. Es gibt allerdings immerhin ein Update auf Lollipop (5.0), mit dem auch die Tests durchgeführt wurden. Ein weiteres Update auf Android M (6.0) ist ziemlich unwahrscheinlich.

LG hat eine eigene Oberfläche auf das nackte Android gelegt, welches sich aber nicht sehr vom Original unterscheidet. Es wurden aber einige sinnvolle Zusatzoptionen integriert, wie zum Beispiel der inzwischen relativ bekannte Knock Code.

Mit diesem lässt sich das Display anhand eines Codes entsperren, während es noch ausgeschaltet ist. Hierfür muss in einem bestimmten Bereich das richtige Muster getippt werden, ähnlich wie man es von den Smartphones der Koreaner schon kennt.

Auch das Prinzip von QuickMemo+ ist schon bekannt, eine ähnliche Software nutzt auch Samsung beim Note 4 (zum Testbericht). Mit der Software wird eine Screenshot erstellt, welcher anschließend bearbeitet werden kann. Dabei stehen verschiedene Stifttypen und -dicken zur Verfügung, mit welchen dann auf dem Display herum gekritzelt werden kann. Ist alles fertig kommentiert, lässt es sich entweder direkt in der App oder als Foto in der Galerie speichern.

Multitasking

In der Navigationsleiste am unteren Rand befindet sich neben den drei Standardbuttons (Appwechsel, Home, Zurück) auch noch ein vierter Button. Dieser aktiviert einen Zwei-Fenster-Betrieb.

Hier werden dann zwei Apps untereinander dargestellt, die sich beide gleichzeitig nutzen lassen. Leider gibt es hier nur ein Problem: Es lassen sich nur einige wenige Apps nutzen (u.A. Chrome, Galerie, YouTube, Maps, Hangout und GMail). Zwar läuft das Gerät mit den Apps in Kombination durchaus flüssig, nur gibt es leider die Beschränkung auf die paar Apps. Praktisch wäre es zum Beispiel, wenn man gleichzeitig die Fernbedienungs-App und die Fernsehzeitschrift nutzen könnte. Auf der unteren Hälfte den PC steuern, auf der oberen Seite das aktuelle EPG.

Fazit

Natürlich muss man sich bewusst sein, dass das Tablet kein High-End-Gerät ist. Zum Surfen auf der Couch, für die Kinder oder zum Lesen von E-Books eignet es sich aber sehr gut.
Vorallem aber der Preis von nur ca. 130€ bei Amazon sorgt dafür, dass es eine Kaufempfehlung von uns gibt.

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Dieses Produkt wurde uns als Testmuster zur Verfügung gestellt.

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von Florian Schmidt

Gründer von Netzleben. Studiert IT System Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Kauft viel zu viel Technik online ein. Liebt Kekse.

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