Indie-Ecke: Train Valley im Test

Train Valley ist ein Puzzlespiel, bei dem du verschiedene Bahnhöfe miteinander verbinden musst. Klingt langweilig? Ist es aber nicht! Ob sich ein Kauf lohnt oder wo es noch Probleme gibt, erfährst du im Testbericht.

Aktuell bin ich ein großer Fan von Indie-Spielen. Daher möchte ich einige von ihnen in dieser neuen Serie vorstellen, vielleicht gefällt dir das ein oder andere Spiel ja so gut, dass du es auch mal antesten willst. Sämtliche dieser Spiele sind auf Steam mit dem "Indie"-Tag versehen bzw teilweise noch gar nicht auf Steam erhältlich.

Puzzlespiele, bei denen verschiedene Stationen miteinander verbunden werden müssen, gibt es einige. Train Valley gefällt mir dabei aber sehr gut, bringt es doch noch andere Ideen mit ins Grundprinzip ein.

Los gehts auf einer recht leeren Karte, auf der du zwei Stationen miteinander verbinden musst. Das geht ganz einfach mittels Schienen, die du von einem der Planquadrate zum nächsten (oder auch gleich mehrere Planquadrate weit) ziehen kannst. Steht die Verbindung, dürfte schon der erste Zug in einer der Stationen warten. Durch einen einfachen Klick auf die Station startet der Zug und bahnt sich seinen Weg zum Ziel. Nach und nach erscheinen weitere Züge, die mit dem gleichen Prinzip zum Ziel gebracht werden müssen.

Erstes Level von Train Valley

Im ersten Level von Train Valley ist noch alles entspannt.

Nach einiger Zeit erscheint eine dritte Station, die ebenfalls an das Schienennetz angeschlossen werden will. Dazu kannst du einfach Schienen zum bereits bestehenden Netz legen - Weichen entstehen dabei dann automatisch. Du musst sie dann aber händisch durch einen Klick stellen, damit der Zug den richtigen Weg nimmt. Idealerweise baust du immer ein Dreieck, damit die Züge aus beiden Richtungen auf deinen Abzweig einbiegen können. Weiterhin solltest du darauf achten, nicht zu viele Schienenteile zu verbauen - deine Geldmengen sind begrenzt und wachsen nur, wenn du erfolgreich Züge schnell genug in den korrekten Zielbahnhof leitest.

Level für Level steigert sich der Schwierigkeitsgrad immer mehr: Weitere Bahnhöfe kommen hinzu, Tunnel und Brücken erscheinen erst später als eigentlich nötig, der Abriss von Umgebungselementen ist teuer und am Ende kommen auch noch Züge ohne deine Kontrolle von Außerhalb auf das Spielfeld gefahren und wollen zum richtigen Bahnhof geleitet werden.

Jeder der Level-Abschnitte passt thematisch zur Eisenbahngeschichte eines Landes, die Lokomotiven und die Umgebung sind entsprechend gestaltet, was mir sehr gut gefällt. Im Laufe der Level kommen immer bessere und damit schnellere Lokomotiven zum Einsatz - was die Steuerung über die Karte natürlich schwieriger macht, vor allem wenn unterschiedlich schnelle Lokomotiven gleichzeitig unterwegs sind. Welche grade vor einem Zug hängt, erfährt man auch erst, sobald man den Zug aus der Station gelassen hat.

Letztes Level von Train Valley

Im letzten Level wird es dann deutlich unübersichtlicher.

Und wenn dir das alles noch nicht genug war, kannst du auch freiwillig weitere Züge einsetzen, um damit dein Netz noch mehr zu verstopfen und zusätzliche Quests zu erfüllen. Aufhören geht dann nicht mehr, das klassische "Nur noch ein Level"-Syndrom hat dich garantiert getroffen.

Leider ist das Spiel von der Story her zu kurz. Nach rund 6 Stunden hatte ich alle Level geschafft, danach ist nur noch eine Verbesserung der Ergebnisse möglich. Hier hätte ich mir vor allem eine Steam-Workshop-Integration gewünscht, um weitere Level designen zu können und dann sich selbst oder andere spielen zu lassen. Immerhin gibt es eine Cloud-Synchronisation und Errungenschaften sind auch möglich.

Außerdem ist der Schwierigskeitsgrad nicht sehr hoch, wenn man den Trick verstanden hat. Alle Level lassen sich nämlich mit dem gleichen Bauprinzip lösen - welches das ist, verrate ich natürlich nicht.

Menü von Train Valley

Die Archivements sind im Menü als Briefmarkenstempel dargestellt.

Grafisch lässt sich aber nicht meckern. Die Züge sind liebevoll mit ihrem eigenen Stil animiert und der Sound ist auch gut. Das ganze Spiel wird in der Vogelperspektive gesteuert - zwar lässt es sich auch zoomen, in den späteren Leveln ist die Übersicht aber dringend notwendig.

Alles in allem macht Train Valley aber dennoch sehr viel Spaß, wenn es mal wieder im Angebot ist, solltest du ruhig zuschlagen. Das Spiel lässt sich für 9,99€ bei Steam kaufen - falls du dir noch nicht sicher bist, kannst du aber auch erstmal die kostenlose Demo laden oder dir weitere Infos beim Facebook- oder Twitter-Account von Train Valley holen.

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Dieses Produkt wurde uns als Testmuster zur Verfügung gestellt.

von Florian Schmidt

Gründer von Netzleben. Studiert IT System Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Kauft viel zu viel Technik online ein. Liebt Kekse.

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