Google Domains - der Dienst den keiner braucht

Letztens habe ich eine Einladung zu Google Domains bekommen. Ja, richtig gehört, Google bietet seit Kurzem auch Domains an.

Ich habe mich direkt nach der Vorstellung des Dienstes für eine Einladung angemeldet und dann irgendwann eine Einladung bekommen. Also direkt mal auf den Link geklickt - und schon begrüßte mich eine sehr bekannte Nachricht: Google Domains ist nur in den USA verfügbar. Nun gut, Ich nicht dumm, geh ich halt über einen amerikanischen Proxy auf die Seite.

Nun konnte ich mich registrieren und die Seite von nun an auch ohne Proxy nutzen. Erstes Problem, aber bekannt & lösbar. Und sicherlich wird es auch in Deutschland verfügbar sein. Irgendwann.  

Nun begrüßt mich das Dashboard von Google Domains. Hier gibt es dann karge 3 Punkte zur Auswahl: Meine Domains, natürlich leer. Die Möglichkeit Domains zu transferieren und der Punkt Bezahlung. Unter "Meine Domains" kann ich dann auch neue Domains suchen. Und hier tritt das nächste Problem auf: Es werden im Moment nur 16 TLDs (Domainendungen wie .de) unterstützt - die bekanntesten dürften .com, .org und .info sein, auch einige neue Domains wie .email sind dabei, .de fehlt aber. Sicherlich auch dem Betastatus geschuldet, sollte trotzdem dringend optimiert werden. Auch die Preise stehen dabei, eine Domain kostet entweder 12$ oder 20$, das hält sich noch im Rahmen. Bei meinem favorisiertem Dienst inwx kosten sie etwa gleich viel. Da gibt es aber auch noch andere Domains.

Gekauft habe ich mir keine Domain. Ich brauche sie nicht und sie sind mir zum Testen zu teuer. Vielleicht könnte ich damit dann noch mehr machen. So jedenfalls ist dieser Dienst mehr als sinnlos. inwx und co machen ihren Job viel besser. Das einzige was es gäbe wären die automatischen E-Mails die wohl eingerichtet werden. Aber das kann ich auch so bei Google oder jedem anderen machen, für kleines Geld. Und ohne das mit die NSA dabei auf die Finger guckt.

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von Florian Schmidt

Gründer von Netzleben. Studiert IT System Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Kauft viel zu viel Technik online ein. Liebt Kekse.

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Kommentare

Daniel

Du schreibst selbst, dass Google Domains nur in den USA verfügbar ist. Außerdem hast du erkannt, dass sich der Dienst in einer Art Beta-Status befindet. Trotzdem bemängelst du die fehlende de-Domain, sowie die knappe Auswahl an TLDs. Und auf dieser Grundlage schreibst du, dass von dem “Dienst, den keiner braucht”?

Es mag ja sein, dass du mit Google Domains derzeit nichts anfangen kannst. Aber sofort für alle sprechen zu wollen, das ist dann doch etwas unprofessionell. Schade.

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codingNexus_

Ich gebe meinem Vorkommetierer Recht vollkommen Recht. Mittlerweile gibt es schon einen Haufen mehr Domains. Und wie gesagt, der Dienst befindet sich in einer geschlossenen Betaphase für Leute die das Testen wollen. Dabei kann man sich schon zweimal kein Urteil darüber erlauben und dabei für “alle” sprechen.
Mir gefällt der Dienst bis jetzt ausgesprochen gut, obwohl ich auch die de-Domains sehr vermisse, die aber spätestens mit einem Start in Deutschland kommen werden. Was mir außerdem sehr fehlt ist natives Website-Hosting. Aber ich denke auch das wird sich in Zukunft noch ändern.

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S.

Der Dienst wäre für mich in DE sehr interessant. Gerade das wird gebraucht, vorallem weil man so auch alles unter deinem Dach haben kann, Storage, Server, Domainverwaltung - alles von Google. Das wäre top. Die Domain-Auswahl ist mittlerweile größer als bei den meisten Hosting-Anbietern in DE. Von daher - wiederspreche ich der Aussage des Artikels. Genau das möchte ich haben.

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