Creative SoundBlaster Free: Bluetooth-Box im Test

Wir haben ja bereits vor einiger Zeit den SoundBlaster Roar 2 von Creative getestet. Jetzt hat es auch der kleine Bruder, der SoundBlaster Free, auf unseren Testtisch geschafft. Ob die kleine Box einen ähnlich guten Klang abliefert, zeigt unser Test.

Erster Eindruck

Die Box kommt in einer rundlichen, hochwertigen Verpackung daher. Darin befindet sich neben der Box selbst und Papierkram nur noch ein USB-Kabel, mit dem wir die Box aufladen können oder an den PC anschließen können.

Nachdem die Verpackung nun geleert ist, halten wir eine fast komplett Runde, etwa 20cm hohe Röhre in der Hand. Auf dem Tisch stehend kippt sie leicht nach hinten, was dafür sorgt, dass der Klang ebenfalls nicht direkt nach vorne, sondern auch etwas nach oben abgestrahlt wird.

An sich ist die kleine Box gut verarbeitet. Nichts knartscht oder quietscht, obwohl die komplette Box aus Plastik ist. Aluminium wäre zwar für die Haptik besser gewesen, würde allerdings das Gewicht auch erhöhen, was durch das Plastik noch absolut im Rahmen liegt.

Die Unterseite ist gummiert und sorgt somit für einen komplett wackelfreien Stand. Auf der ebenfalls gummierten Oberseite befindet sich ein Teil der Bedienknöpfe, konkret die Bluetooth-Taste, Lauter, Leiser und Power-Taste. Diese 4 Tasten reichen auch im Bluetooth-Betrieb aus, um die Box zu steuern.

Nach vorne hin ist dann natürlich die Öffnung für die Lautsprecher, von denen gleich zwei Stück verbaut sind. Diese sind quasi unsichtbar hinter dem Gitter versteckt.

Auf der Rückseite lassen sich eine Bassmembran, weitere Bedientasten sowie die drei Eingabebuchsen für die Audio-Wiedergabe finden.

Diese sind übrigens mit einer kleinen Gummiklappe abgedeckt, was für Spritzwasserfestigkeit sorgt. Der Hersteller gibt aber eine Zertifizierung nach IPX4 an, das Gerät ist somit nach Definition gegen allseitiges Spritzwasser (= Regen oder im Schwimmbad am Beckenrand) geschützt. Zumindest unter der Dusche klappt das einwandfrei, tauchen gehen würde ich aber damit nicht.

Die Box von Creativ lässt sich auch horizontal aufstellen, dazu befinden sich dann an der entsprechenden Unterseite vier Gummignubbel, damit die Oberfläche nicht plan aufliegt und ein gewisser Grad an Entkopplung erreicht werden kann.

Bedienung

Die Box lässt sich über vier verschiedene Möglichkeiten mit Musik versorgen. Die einfachste Variante dürfte dabei der Aux-Eingang (3,5mm Klinke) sein - einfach mit dem passenden Kabel beide Buchsen (Handy und SoundBlaster) verbinden, schon gibts Musik auf die Ohren.

Wer lieber Musik vom PC abspielen will, der wird mit der microUSB-Buchse gut versorgt. Hierüber lässt sich der PC anschließen, mithilfe der passenden Software wird der SoundBlaster dann quasi zu den Boxen mit integrierter Soundkarte. Wer aktuell nur seinen Laptop zur Wiedergabe von Musik hat, dürfte mit diesem Modus auf jeden Fall seine Freude haben, eine ausgewachsene HiFi-Anlage wird die kleine Box jedoch keinesfalls ersetzen können.

Du hast eh nur Musik als Dateien vorliegen und Streamst nicht (zB. über Spotify)? Dann dürfte vielleicht der microSD-Slot der Richtige für dich sein. Du kannst den SoundBlaster mit Musik auf einer bis zu 32 GB großen Karte füttern, der SDXC-Standard wird nicht unterstützt. Anschließend wird die Musik einfach Stück für Stück wiedergegeben, ein Shuffle-Modus lässt sich auf der Rückseite der Box aktivieren. Ebenfall findest du hier die Buttons um zum nächsten bzw. vorherigen Song zu gelangen und die Wiedergabe zu starten oder zu pausieren.

Du bist kein Fan von Kabeln? Auch das ist kein Problem, hier kommt der vierte Abspielmodus zum Zuge: Bluetooth. Die Kopplung gelingt recht zuverlässig (wenn auch manchmal erst beim zweiten Versuch), danach spielt die Box aber alles ohne Murren ab. Zu weit sollte man sich aber mit dem Smartphone nicht von der Box entfernen, die Verbindung bricht recht schnell ab. Also idealerweise das Handy daneben legen oder die Box wenigstens im direkten Umfeld behalten.

Ziemlich geil finde ich die Möglichkeit, gleich zwei Bluetooth-Geräte anschließen zu können. Sobald das erste Gerät keinen Ton mehr von sich gibt, wird automatisch auf das zweite Gerät gewechselt - und anders herum. Somit lassen sich flüssige Übergänge realisieren, vor allem bei Partys, bei denen jeder am liebsten sein eigenes Smartphone an die Boxen anschließen will.

Ist ein Handy per Bluetooth gekoppelt, lassen sich darüber auch ganz normale Telefonate durchführen. Ich kann mir da durchaus Anwendungen für vorstellen, zum Beispiel wenn man in der Küche steht und eigentlich am Kochen ist, ist ein gleichzeitiges Telefonat kein Problem mehr.

Was im Bluetooth-Modus allerdings stört: Sobald man die Box an- oder ausschaltet, ertönt ein nerviger, lauter Ton. Immerhin noch besser als beim Roar, aber dennoch recht nervig.

Klang

Natürlich steht und fällt so eine Box mit der Qualität der ausgegebenen Musik - und hier lässt sich (für den Preis) absolut nichts meckern. Natürlich kommt die Box nicht an eine HiFi-Anlage für 2000€ oder noch mehr heran. Für die einfache Beschallung eines kleinen Raumes oder einer kleinen Party reicht es aber allemal.

Man darf von einer solchen Box klanglich natürlich nicht allzu viel erwarten. Insgesamt macht sie aber einen absolut ausgewogenen Eindruck. Mir als Bassfanatiker fehlt eben dieser leider etwas, das ist die große Schwachstelle von allen Bluetooth-Boxen - an zwei 8"-Speakern kommen diese natürlich nicht heran. Allerdings bietet der SoundBlaster Free dank der Bass-Membran auf der Rückseite immer noch mehr Bass als so mancher Konkurrent.

Auf der Rückseite lässt sich dann ein Loud-Modus aktivieren, den wir auch schon vom SoundBlaster Roar 2 kennen. Dieser hebt tatsächlich die Lautstärke etwas, allerdings ist der Unterschied dann doch noch recht gering. Leider gibt es in diesem Modus dann auch deutlich weniger Bass, was ich recht schade finde. Aber auch verständlich, der Bass kann bei zu lauter Musik auch ziemlich schnell absaufen.

Fazit

Mit der Box kann man nicht viel falsch machen, vor allem für den Preis. Die Box bietet gute Soundqualität und viele Anschlüsse, muss dafür aber Abstriche beim Bass machen. Wer selbst zuschlagen will und noch ein cooles Weihnachtsgeschenk sucht, kann für rund 80€ den SoundBlaster Free bei Amazon kaufen.

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Dieses Produkt wurde uns als Testmuster zur Verfügung gestellt.

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von Florian Schmidt

Gründer von Netzleben. Studiert IT System Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Kauft viel zu viel Technik online ein. Liebt Kekse.

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