Creative Sound Blaster Roar 2: Mobiles Bassvergnügen im Test

Mit dem Sound Blaster Roar 2 hat Creative einen Bluetooth Lautsprecher im Angebot, der vor allem durch seine fünf Treiber und seinen eingebauten Subwoofer überzeugen soll. Bewährt sich der 200€ Lautsprecher von Creative aber auch im normalen Gebrauch? Das erfährst du im Test.

Lieferumfang

Der Creative Sound Blaster Roar 2 ist in den Farben schwarz und weiß erhältlich. Der Lieferumfang ist bei beiden gleich. In der sehr nett anzusehenden Verpackung des Geräts ist enthalten:

  • Bluetooth Lautsprecher Sound Blaster Roar 2
  • USB-Kabel
  • Netzteil (UK-Netzstecker bei unserem Testgerät)
  • austauschbare Netzstecker für Deutschland und Amerika
  • Benutzerhandbuch

Zuerst muss ich Creative dafür loben, dass Sie tatsächlich Adapter für das Ladekabel beilegen, sodass man ohne Probleme sein Lautsprecher weltweit aufladen kann. Enttäuschend finde ich jedoch, gerade in dieser Preisklasse, dass keine Tasche oder sonstiges zum Schutz der Lautsprecher bei Transport beigelegt ist. So kann es dann also doch mal passieren, dass die Lautsprecher im Rucksack einige Kratzer abbekommen, was bei dem Preis des Gerätes doch sehr schade wäre.

Aussehen

Der Bluetooth Lautsprecher von Creative sieht sehr elegant aus. Das gesamte Gehäuse ist schlicht gehalten, auf der Vorderseite hat man ein großes Lautsprechergitter aus Metall in der Farbe seines Gerätes und darüber die Tasten um das Gerät an- bzw. auszuschalten, die Musik lauter oder leiser zu stellen und eine Multifunktionstaste. Außerdem befinden sich dort noch eine LED zur Aufnahmeanzeige, 3 LEDs die den Ladestand angeben und ein NFC-Logo (wohinter sich der NFC-Sensor befindet), an welcher Stelle man die Lautsprecher mit seinem Handy koppeln kann.

Die Unterseite ist minimalistisch gestaltet, man sieht nur das Creative Logo. Rechts und links am Gerät befindet sich jeweils eine Passivmembran, welche ein nettes Finish besitzt. Die Rückseite ist leer, bis auf Informationen zum Gerät und zwei gummierte Streifen, welche dafür sorgen, dass der Boden nicht zerkratzt und damit dass der Roar 2 nicht verrutscht. Auf der Oberseite findet man den kompletten Namen des Lautsprechers, alle Ports und sonstige Steuerungen. Im Ganzen sieht der Roar 2 sehr elegant aus und kann auf keinen Fall als schlecht aussehend beschrieben werden.

Funktionen

Natürlich kann der Lautsprecher von Creative Musik wiedergeben und auf die Soundqualität gehe ich gleich noch ein. Der Roar 2 kann aber noch viel mehr. Ehe wir dazu kommen, möchte ich noch kurz etwas über die Schnittstellen und Verbindungsmöglichkeiten erzählen. Man kann den Sound Blaster über Bluetooth mit seinem Handy verbinden oder mithilfe von NFC das Handy mit dem Lautsprecher koppeln, in dem man den NFC-Empfänger seines Handys über das NFC-Logo auf der Frontseite des Geräts "zieht". Danach sind der Lautsprecher und das Handy jedoch trotzdem über Bluetooth verbunden.

Auf der Oberseite des Geräts befinden sich außerdem der Ladeport für das mitgelieferte Netzteil, ein Micro-USB Port worüber man das Gerät mithilfe des mitgelieferten USB-Kabel aufladen kann und außerdem einen AUX-In-Port, einen USB-Port und einen Schlitz für eine Micro-SD Karte (offiziell unterstützt bis 32GB, getestet mit 64GB UHS1 SD-Karte von Samsung). Diese vier letzten Schnittstellen können alle zur Wiedergabe von Musik genutzt werden, wenn man zum Beispiel gerade kein Handy dabei hat. Die Wiedergabe von Musik über diese Schnittstellen funktioniert auch wunderbar und der integrierte MP3-Player funktionierte problemlos.

Kurz noch etwas zu NFC als schnelle Verbindungsmethode: Man kann es benutzen um sein Gerät mit dem Roar 2 zu koppeln, doch ich habe in meiner Erfahrung erlebt, dass es einfach länger dauert sein Handy perfekt über das NFC-Logo zu ziehen damit sich beide Geräte koppeln. Ich empfehle also weiterhin die einfache Kopplung von Handy und dem Roar 2 über Bluetooth.

Jetzt kommen wir zu den weiteren Funktionen des Roar 2. Zum einen kann dieser als Ladeeinrichtung für ein Handy verwendet werden. Im Lautsprecher ist ein 6000mAh-Lithium-Ionen-Akku verbaut, der auch im Notfall dein Handy aufladen kann. Dadurch wird natürlich auch die Laufzeit vom Roar 2 verkürzt. Weiterhin kann man den Roar 2 als Freisprechanlage verwenden. Dies ist besonders nutzvoll, wenn man mit dem Roar 2 das Radio von seinem Auto ersetzt. Das Mikrofon des Creative Lautsprechers gibt klar die Stimme wieder und verzerrt nicht die Stimme oder lässt sie stumpf klingen.

Die Gespräche die man über den Roar 2 führt, kann man auch gleich mitschneiden und auf einer SD-Karte abspeichern. Außerdem gibt es auf der Oberseite des Sound Blasters Tasten, womit man schnell ein Gespräch aufzeichnen kann, oder aber auch ein Regler womit man das Mikrofon muten kann. Um die dabei entstehenden Sprachdateien von der SD-Karte im Lautsprecher auf den PC zu übertragen schließt man das Gerät einfach über das mitgelieferte USB-Kabel an seinen PC an. Er kann somit als persönlicher Dateimanager benutzt werden, weshalb man somit auch einfach neue Musik auf die SD-Karte übertragen kann, ohne diese zu entfernen.

Der Roar 2 ist also ein wirkliches Allround-Talent und kann nicht nur, wie viele andere Bluetooth-Lautsprecher, Musik wiedergeben, sondern er ist für alle möglichen Situationen gewappnet.

Soundqualität

Der Roar 2 besitzt 3 mögliche Modi für die Wiedergabe. Einmal den ganz normalen, dann Roar und Tera Bass. Laut Creative sorgt das Roar Setting für eine gehobene Gesamtlautstärke und eine große und breitere Soundkulisse. Das Tera Bass Setting hingegen sorgt für eine "intelligente Optimierung der Bassleistung bei niedrigem Audiopegel". Meiner Meinung nach erreichen die beiden Funktionen was sie versprechen. Ich möchte jedoch auf die Soundqualität der Lautsprecher ohne diese Sonderfunktionen eingehen.

Die Lows besitzen keine boomende Qualität wie bei anderen Lautsprechern. Aktiviert man jedoch Tera Bass, so ist sie da. Die Lows besitzen einen realistischen Klang und reichen weiter nach unten als viele andere Lautsprecher in dieser Preisklasse und Größe. Der Roar 2 besitzt ein Bi-Amplifier Design. Ein Amplifier als "Antrieb" für die Lows und Mids und einer für die Highs. Dadurch sind vorallem die niedrigeren Mids akkurat und er besitzt eine bessere niedrige Mid Tiefe als andere Lautsprecher in dieser Preisklasse. Selbst wenn man Roar aktiviert kann man die Gesänge laut und klar verstehen und die elektrische Gitarre ist stark repräsentiert. Dadurch sind die Lautsprecher besonders gut für gitarrenlastige Musik von Rock bis Blues.

Durch ihr Bi-Amplifier Design haben die Highs einen leichten Roll-off damit sie nicht zu hart klingen, aber sie haben nicht den gleichen Effekt wie bei anderen Lautsprechern, wo sie als Decke über den Lautsprecher fungieren. Es gibt mehr Schimmer und Glanz bei High End Details wie Tamburins oder Becken als bei Creatives Konkurrenten. Um den genauen Sound des Creative Sound Blaster Roar 2 zu erleben, muss man ihn entweder voll aufdrehen oder eine der zwei Effekte aktivieren. ROAR alleine bietet einen lebendigeren Ton bei geringen Lautstärken und durch Tera Bass wird die Lautstärke zwar nicht erhöht, aber der Bass wird geboostet. Durch die Größe des Lautsprechers wird auch kein richtiger Stereo-Sound erreicht, sondern nur ein "weiterer" Sound. Dies ist aber bei allen Lautsprechern in dieser Größe so.

Laufzeit

Creative gibt für seinen Lautsprecher eine Laufzeit von 8 Stunden an. Diese konnte ich im Test bei mittlerer Lautstärke bestätigen. Je lauter man den Lautsprecher stellt, wenn man Roar oder Tera Bass benutzt oder auch wenn man andere Funktionen zusätzlich benutzt, führt natürlicherweise dazu, dass die Akkulaufzeit geringer wird. Ich bin jedoch der Meinung dass die Akkulaufzeit vom Roar für das was er leistet und für seine Größe überdurchschnittlich gut ist.

Fazit

Der Creative Sound Blaster Roar 2 klingt gut, hat eine sehr gute Laufzeit, besitzt jeden Anschluss den man sich unterwegs wünschen kann und vereint das alles in einem edel aussehenden Lautsprecher der klein ist und gerade mal ein Kilo wiegt. Natürlich gibt es kleinere und billigere Bluetooth-Lautsprecher, aber wenn man nach purem Wert und mehr Features als man zählen kann sucht, seid Ihr bei dem Roar 2 komplett richtig.

Creative Sound Blaster ROAR 2 - Tragbarer Bluetooth-Lautsprecher (NFC-Funktion, AAC, aptX, 5 Treiber, integrierter Subwoofer) weiß

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Dieses Produkt wurde uns als Testmuster zur Verfügung gestellt.

In diesem Artikel sind Affiliate-Links vorhanden.

von Tom Schwarzburg

Ich bin zur Zeit Student im Themenbereich Informatik. Die neuesten Technologien und Geräte haben mich schon immer interessiert. Dieses Interesse versuche ich in meinen Einträgen wiederzuspiegeln.

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Kommentare

Frank V.

Hallo Tom,

danke für Deinen Test, der zwar schon mehr als ein Jahr zurück liegt, mir aber bei meiner Kaufentscheidung geholfen hat. Inzwischen gibt es den Roar 2 schon direct bei Logitech für 99€ inkl. Versand. Ich bin mit dem Gerät zufrieden. Der Klang ist sehr ausgewogen und nicht so basslastig wie bei vielen anderen dieser Geräteklasse.

Sehr gut finde ich die zurückhaltenden Quittungstöne (bzw. Ansagen) bei Auswahl von Funktionen. Wobei ich den furchtbaren Piepser beim Erreichen der Maximallautstärke für absolut gräßlich und überflüssig halte. Perfekt wäre der Roar 2, wenn man mit einem Schalter ALLE Quittungstöne abschalten könnte. Aber das ist bei anderen Geräten eher noch viel schlechter gelöst. Diese Jingle-Orgien sind gerade bei sehr günstigen Geräten eine Qual.

Positiv ist das Übertragen des Akkustandes an das gekoppelte Bluetoothgerät.

Negativ fällt mir auf, dass es leider keine App zum Steueren des Roar 2 gibt.

Für 99 € eine klare Kaufempfehlung. Für mehr als 130 € eher nicht und die 249 € UVP zum Verkaufsstart kann man eher als schlechten Scherz abtun.

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