Basis Peak: Erste Eindrücke des Fitnesstrackers

Fitnesstracker gibt es inzwischen in allen Farben und Formen. An die Spitze der Auswahl möchte sich Intel mit der Basis Peak setzen - wir haben die Gelegenheit, ihn ausführlich zu testen.

Dieser Artikel ist noch kein ausführlicher Test, dafür braucht es einfach mehr als eine Woche Zeit, um Daten zu sammeln. Er soll allerdings schon einen ersten Eindruck verschaffen, was das Gerät so alles drauf hat. In etwa zwei bis drei Monaten darfst du dich dann auf einen ausführlichen Test freuen.

Aussehen

Der Tracker kommt in einer Verpackung daher, welche den Tracker gut präsentiert - sich aber nicht wirklich leicht öffnen lässt. Hat man es dann doch geschafft, hält man dann seine Basis Peak in der Hand. Der Korbus ist entweder schwarz oder silber und vollständig aus Aluminium gefertigt, das farblich passende Armband ist aus einem weichen, angenehmen Gummi hergestellt. Ich habe die schwarze Version erhalten, dessen Armband ebenfalls schwarz ist. Auf der Innenseite ist ein roter Einsatz, der einen leichten Farbakzent setzt. Sieht auf jeden Fall gut aus. Leider sammelt sich ziemlich schnell Dreck und Staub am Armband, welches man zwar wegwischen kann, aber trotzdem nicht so schön aussieht.

Das Gehäuse selbst besitzt keinerlei Tasten. Die Bedienung erfolgt einzig und allein über den Touchscreen am Display, zum Anschalten muss man es in die Ladeschale stecken, welche dann über zwei Kontakte auf der Unterseite die Uhr lädt. Der Tracker hält magnetisch in der Ladeschale, diese wiederrum hat auch an der Unterseite Magneten, sodass sie gut an metallischen Gegenständen haftet. Leider ist das mitgelieferte Micro-USB-Kabel relativ kurz.

Die fehlenden Knöpfe sorgen auch dafür, dass das Gerät absolut Wasserfest ist, bis 50 Metern Wassertiefe. Ich selbst konnte das zwar noch nicht ausprobieren, Duschen geht mit der Uhr aber auf jeden Fall, und wie mir berichtet wurde ist Salzwasser auch kein Problem.

Das Display auf der Oberseite ist zwar ein LC-Display, allerdings komplett farblos - spart natürlich Strom und ein Farbdisplay wäre absolut überdimensioniert bei einem Tracker. Der Touchscreen reagiert aber perfekt und ohne Verzögerung, da gibt es deutlich langsamere Geräte (Hallo Pebble!). Nur beim Duschen konnte ich aufgrund des Wassers ein kleines Fehlverhalten feststellen, der Touchscreen reagiert dann nicht mehr richtig.

Auf der Rückseite (also die zum Arm hin) befinden sich dann die Sensoren, besonders der Herzfrequenzsensor fällt mit seinem knallgrünen Licht natürlich sofort auf. Aber auch die anderen Sensoren, wie Temperatur und Feuchtigkeit sitzen in dem Bereich. Während des Tragens stören sie nicht, wer das Armband aber zu eng schnallt, darf sich nicht über Abdrücke wundern.

Software

Zu jedem Tracker gehört auch eine passende App für das Smartphone. Aktuell wird iOS ab Version 7 sowie Android ab Version 4.4 unterstützt. Auf der Website gibt Basis zwar an, das Android 5 generell nicht unterstützt wird, ich habe allerdings auf meinem OnePlus One mit 5.1 keinerlei Probleme feststellen können. Warum Basis dann diese Angabe macht, bleibt mir ein Rätsel.

Die Apps unterscheiden sich auf beiden Plattformen nicht großartig von einander, unter Android gibt es aber ein paar mehr Funktionen. Unter beiden Systemen gibt es aber eine Integration in die Fitness-Plattform Apple Health bzw. Google Fit, die auch sehr gut funktioniert. Das konnte Jawbone in meinem damaligen Test nicht anbieten. Eine genauere Analyse der App erfolgt dann in meinem Langzeittestbericht.

Doch nicht nur auf dem Smartphone befindet sich gute Software, auch die Uhr selbst hat ja ein User-Interface. Dieses ist extrem schlicht gehalten, standardmäßig wird ausschließlich die Uhrzeit angezeigt. Mittels eines vertikalen Wisch auf der rechten Displayhälfte lässt sich immer die dezente Bildschirmbeleuchtung an- oder ausschalten. Über seitliche Wischgesten kommt man dann in die Systemübersicht, den aktuellen Puls und gelaufenen Schritte.

Das User-Interface passt sich dynamisch an die eigenen Aktionen an. Ist man grade unterwegs, bekommt man auf der Uhr selbst schon "live" Statistiken zu der aktuellen Aktivität. Und auch auf der Startseite der Uhr werden die gelaufenen Schritte eingeblendet. Apropos eingeblendet: Mir ist nach knapp einer Woche Nutzung immer noch nicht klar, nach welchem System welche Informationen auf der Startseite angezeigt werden. Hier hätte ich mir eine Menüoption in der App gewünscht, in der ich meine Startseite anpassen kann, beispielsweise das Datum dauerhaft anzeigen lassen kann. Das geht aktuell nicht - sorgt aber natürlich für den noch schlichteren Auftritt der Uhr.

Zubehör

Mitgeliefert wurde mir außerdem noch ein rotes Sportarmband, welches allerdings extra dazu gekauft werden muss. Mir sind keine großen Unterschiede aufgefallen, es besitzt pro Reihe allerdings drei Löcher statt einem, vermutlich zur besseren Belüftung des Armes. Praktischerweise lassen die Bänder sich sehr einfach wechseln, Grund dafür ist ein Quick-Release-Mechanismus. Somit ist es kein Problem, beim Sport kurz mal das andere Armband dran zu machen.

Fazit

Nach einer Woche kann man natürlich noch nicht sagen, wie sich der Tracker letztendlich schlagen wird. Daher werde ich ihn die nächsten Wochen und Monate weiterhin tragen und dann gegen Ende des Jahres einen ausführlichen Langzeitbericht veröffentlichen.

Aktuell würde ich dem Tracker auf jeden Fall eine Kaufempfehlung geben, die bisher gemessenen Werte waren sehr akkurat, der Akku läuft auch ausreichend lang und die Zusatzfeatures wie Benachrichtigungsanzeige konnten mich überzeugen. Wenn du ebenfalls schon überzeugt bist, kannst du dir das Gerät schon jetzt zum Beispiel bei Amazon kaufen.

(amazon: B00GJHBXYU)

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Dieses Produkt wurde uns als Testmuster zur Verfügung gestellt.

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von Florian Schmidt

Gründer von Netzleben. Studiert IT System Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Kauft viel zu viel Technik online ein. Liebt Kekse.

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