Acer Revo Build im Hands-On

Auf der IFA 2015 in Berlin hat Acer ein sehr interessantes Gerät vorgestellt: Der modulare Revo Build ist ein 1-Liter-PC, der sich aber flexibel mit verschiedenen Modulen aufrüsten lässt. Wir haben uns den kleinen Kasten näher angesehen.

Das Basismodul des Revo Build enthält alles, was für einen PC notwendig ist. Er läuft mit einem mobilen Pentium oder Celeron, eine (schwache) Grafikeinheit ist im Prozessor mit integriert. Den orangenen Deckel des Revo Build kann man abnehmen, darunter befindet sich dann die Möglichkeit eine 2,5"-Festplatte unter zu bringen. Sinnvollerweise sollte dort aber eine SSD eingebaut werden. Genauere technische Daten konnte uns Acer leider noch nicht nennen.

Das neue an dem Konzept kann man aber oben drauf sehen: Hier lassen sich weitere Module auf den PC aufsetzen. Diese halten komplett magnetisch und sind über eine USB3.0-Verbindung angebunden, allerdings über einen Acer-eigenen magnetischen "Stecker". Bisher wurden drei Module vorgestellt: Eine weitere Festplatte, die sich auch unabhängig vom Revo Build als externe Festplatte nutzen lässt; ein Soundmodul mit kleinen integrierten Boxen und ein Akkupack, welches sich über die interne Verbindung während des Betriebes aufladen lässt und zusätzlich andere Geräte auch noch kabellos lädt.

Aber der kleine PC hat ja zwei Seiten, nicht nur oben, sondern auch unten lassen sich Module anstecken. Hier wird aber, da mehr Daten übertragen werden müssen, auf eine PCIe-Verbindung (wieder mit propertiärem Stecker) gesetzt. Als Modul gibt es dann eine leistungsfähigere Grafikkarte, in der ein nicht näher spezifizierter AMD-Chip steckt. Diese benötigt zwar eine eigene Stromversorgung, gibt die Signale dann aber über die Grafikausgänge am Basis-PC aus.

Weitere Module soll es in der Zukunft auch noch geben, beispielsweise ein kleiner Beamer. Ein insgesamt wie ich finde sehr interessantes Konzept, welches bei der entsprechenden Menge an interessanten Modulen sicherlich beliebt werden dürfte. Die Preise für die einzelnen Module stehen leider noch nicht fest, die Basis des Stapelcomputers soll aber ab Oktober für 229€ (in der kleinsten Ausstattung) verkauft werden.

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von Florian Schmidt

Gründer von Netzleben. Studiert IT System Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Kauft viel zu viel Technik online ein. Liebt Kekse.

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